Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle blauen Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

mundARTradio
lfd Nr. Begriff Erläuterung
784 Boomseagle des geit's nägschte Woch
783 Quadratslaatscha Quadratslaatscha sind übergroße Schuhe, also mit Übergrößen.
782 Schemele

Ein Schemele ist ein kleiner Schemel, ein kleiner Hocker. In jedem Kuhstall gab es einen Melkschemel als Sitzgelegenheit beim Melken. Im alten Pfarrhaus in  Schwieberdingen, dem Schwieberdinger Ortsmuseum, ist vom 13. Januar bis 5. Mai 2019 die Ausstellung „Vom Schemel bis zum Grafenstuhl“ zu sehen. Dort können sie verschiedene alte Sitzmöbel bewundern.

781 Unterschied zwischen
na-gau und  nâ-gau
 

Na-gau wird als deutliches „a“ ausgesprochen und bedeutet hinunter-gehen. Die Aufforderung hinunterzugehen heißt: gang amol na. Bei nâ-gau wird das „a“ weicher, ähnlich wie bei „Ahnen“ ausgesprochen. Nun bedeutet es „hingehen“. Dô hettsch au nâ-gau kenna heißt auf hochdeutsch: Du hättest auch dorthin gehen können.

780 Krischboom Der Krischboom ist natürlich der  schwäbische Christbaum.
790 hait be ne bälder dra Heute bin ich früher dran
789 eiwoachla

Ei‘woachla heißt einweichen, die Wäsche wurde in der Zeit vor den Waschmaschinen regelmäßig am Tag vor dem Waschtag in der Waschlauge der letzten Wäsche eigwoachlt.

788 siadich siadich ist siedend, s‘ fallt mr siadich hoas ei =  es fällt mir siedend heiß ein.
787 oas Die Zahl 1 wird als oas ausgesprochen.

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

A B D E F G H K L M N O P Q R S T V W Z

hier gibt es weitere schwäbische Gedichte und Geschichten 

hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche